Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) äußert sich häufig durch unspezifische Symptome wie Muskelkrämpfe, Zucken der Augenlider, Müdigkeit, innere Unruhe oder Herzklopfen. In schweren Fällen können Taubheitsgefühle, Krampfanfälle oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Die Ursachen reichen von unzureichender Zufuhr (z. B. einseitige Ernährung, Fast Food) über erhöhten Bedarf (Sport, Stress, Schwangerschaft) bis zu Resorptionsstörungen (z. B. bei Zöliakie, Morbus Crohn) oder Medikamenten (Diuretika, Protonenpumpenhemmer). Ein Bluttest misst das Magnesium im Serum, doch dieser Wert spiegelt nur etwa 1 % des Körperbestands wider; ein intrazellulärer Mangel bleibt oft unerkannt. Viele Menschen nehmen Magnesiumpräparate eigenständig ein, obwohl ein nachgewiesener Mangel selten ist. Die Evidenz für eine breite Supplementierung bei unspezifischen Symptomen ist schwach. Höhere Dosen können Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Bei Verdacht auf Mangel sollte ärztlich abgeklärt werden, insbesondere bei Niereninsuffizienz. Die Werbeaussagen vieler Nahrungsergänzungsmittel übertreiben die Wirkung – eine ausgewogene Ernährung mit Vollkorn, Nüssen, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse deckt in der Regel den Bedarf.
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