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Evidenz-Check: HLA-DQ2 im Kontext von Sport

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Evidenz-Check: HLA-DQ2 im Kontext von Sport

HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikomarker für Zöliakie, aber kein Diagnosekriterium. Im Sportkontext wird er oft im Rahmen von Leistungsdiagnostik oder Verdauungsbeschwerden (z. B. Blähungen nach Pasta) angefragt. Die Evidenz: Die Assoziation zwischen HLA-DQ2 (insbesondere rs2395182, G-Allel) und Zöliakie ist durch GWAS gut belegt, aber die Penetranz ist gering – etwa 22 % der Bevölkerung tragen das Risikoallel, nur ~3 % entwickeln tatsächlich Zöliakie. Ein positiver Gentest allein rechtfertigt keine glutenfreie Ernährung. Bei Sportlern mit Symptomen (Blähungen, Müdigkeit, Leistungsknick) sollte zuerst eine serologische Zöliakie-Diagnostik (tTG-IgA) und ggf. Dünndarmbiopsie erfolgen. IgG-basierte Lebensmitteltests sind nicht evidenzbasiert und können zu unnötigen Diäten führen. Die Idee, dass eine glutenfreie Ernährung die sportliche Leistung generell verbessert, wird durch Studien nicht gestützt – außer bei bestätigter Zöliakie. Fazit: HLA-DQ2 ist ein nützlicher Screening-Marker, aber kein Handlungsbefehl. Sportler sollten ärztlichen Rat einholen, bevor sie ihre Ernährung umstellen.

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