{"count":2,"index":{"built_at":"2026-07-27T03:46:35.439960+00:00","public_records":55311,"revision":"9942f7cf8a91072b72fde728"},"query":{"area":null,"kind":null,"lang":null,"limit":10,"match_mode":"all_terms","q":"Evidenz-Check: HLA-DQ2 im Kontext von Sport"},"results":[{"answer":"HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikomarker für Zöliakie, aber kein Diagnosekriterium. Im Sportkontext wird er oft im Rahmen von Leistungsdiagnostik oder Verdauungsbeschwerden (z. B. Blähungen nach Pasta) angefragt. Die Evidenz: Die Assoziation zwischen HLA-DQ2 (insbesondere rs2395182, G-Allel) und Zöliakie ist durch GWAS gut belegt, aber die Penetranz ist gering – etwa 22 % der Bevölkerung tragen das Risikoallel, nur ~3 % entwickeln tatsächlich Zöliakie. Ein positiver Gentest allein rechtfertigt keine glutenfreie Ernährung. Bei Sportlern mit Symptomen (Blähungen, Müdigkeit, Leistungsknick) sollte zuerst eine serologische Zöliakie-Diagnostik (tTG-IgA) und ggf. Dünndarmbiopsie erfolgen. IgG-basierte Lebensmitteltests sind nicht evidenzbasiert und können zu unnötigen Diäten führen. Die Idee, dass eine glutenfreie Ernährung die sportliche Leistung generell verbessert, wird durch Studien nicht gestützt – außer bei bestätigter Zöliakie. Fazit: HLA-DQ2 ist ein nützlicher Screening-Marker, aber kein Handlungsbefehl. Sportler sollten ärztlichen Rat einholen, bevor sie ihre Ernährung umstellen.","area":"gesundheit","canonical_id":"gesundheit:canonical-3a8a0edf3ce5d749e53757a1","id":"public-0fa0dc0028da006a203600fb","kind":"qa","language":"de","publication_status":"existing_native_answer_privacy_screened_sources_pending","question":"Evidenz-Check: HLA-DQ2 im Kontext von Sport","score":23.99021721,"snippet":"HLA-DQ2 ist ein genetischer Risikomarker für Zöliakie, aber kein Diagnosekriterium. Im Sportkontext wird er oft im Rahmen von Leistungsdiagnostik oder Verdauungsbeschwerden (z. B. Blähungen nach Pasta) angefragt. 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Ein positiver Gentest allein beweist keine aktive Zöliakie; ein negativer schließt sie jedoch praktisch aus. Für Sportler ist eine unentdeckte Zöliakie relevant, da sie zu Malabsorption von Eisen, Vitamin B12, Folsäure und Kalzium führen kann, was Ausdauer und Regeneration beeinträchtigt. Die Evidenz für Screening asymptomatischer Sportler ist jedoch schwach; Leitlinien empfehlen Tests nur bei Symptomen oder Risikogruppen (z. B. Typ-1-Diabetes). Ein reiner Gentest ohne ärztliche Interpretation kann zu Fehlentscheidungen (unnötige Diät) oder falscher Sicherheit führen. Fazit: Serologie ist Goldstandard; Gentest als Ergänzung, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. 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