Patchoulialkohol hemmt Influenzaviren auf mehreren Ebenen. In vitro wirkt er direkt gegen Influenza, etwa gegen H1N1 mit einem IC50 von rund 2,6 Mikromol pro Liter, sowie gegen H2N2. Ein molekulares Docking deutet auf eine Bindung an das virale Neuraminidase-Protein hin, dieser Teil ist allerdings rein computergestützt. Die In-vitro-Aktivität hat mittlere Confidence (PMC6264369, Molecules 2011; ResearchGate 51217231). Als beteiligte Signalwege der antiviralen Wirkung in Zellen werden PI3K/Akt und ERK/MAPK beschrieben, in Pneumonie-Modellen zudem TLR4/NF-kappaB/NLRP3 (PMC6929483, 2019; PMC12320473, Wiley 2025). Im Mausmodell verstärkte die orale Gabe von Patchoulialkohol den Schutz gegen eine Influenza-Virusinfektion und modulierte die Immunantwort, unter anderem über den RLH-Signalweg. Dieser Tierbefund hat mittlere Confidence (PubMed 22193241; Springer Curr Microbiol 2013).
Öffentliche Quellen
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