Alles Weitere ist reines Laborwissen und ausdrücklich keine belegte Wirkung am Menschen. Im Agar-Diffusionstest hemmte Grapefruit-Öl Bacillus subtilis stark mit einer minimalen Hemmkonzentration von 0,78 Mikroliter pro Milliliter, Escherichia coli und Staphylococcus aureus jeweils mit 6,25 Mikroliter pro Milliliter sowie Salmonella typhimurium mit 12,5 Mikroliter pro Milliliter; gegen Pseudomonas aeruginosa zeigte es nur eine schwache bis keine Hemmung (PMC6982870, Molekulardestillation). Antioxidativ wirkte es als Radikalfänger im DPPH-Test mit einem IC50-Wert von etwa 22 Milligramm pro Milliliter und im ABTS-Test mit etwa 15,7 Milligramm pro Milliliter, also moderat und ausschließlich im Reagenzglas gemessen (PMC6982870). In Zellkultur hemmte das Öl dosisabhängig das Wachstum von Leberkrebszellen der Linie HepG2 mit einem IC50 von etwa 0,24 Mikroliter pro Milliliter und von Darmkrebszellen der Linie HCT116 mit etwa 0,20 Mikroliter pro Milliliter (PMC6982870). Das ist reine Zellkultur-Evidenz und erlaubt ausdrücklich keine Aussage zu einer Krebswirkung im Menschen. Weitere Laborbefunde umfassen eine anti-inflammatorische Aktivität und eine Hemmung der Acetylcholinesterase, was neuropharmakologisch von Interesse ist, aber ebenfalls nur in vitro und ohne klinische Bestätigung gezeigt wurde (PMC8199889 zur Entzündungshemmung; PMC12847280 zur AChE-Hemmung). Aus diesen Laborbefunden lässt sich keine Empfehlung ableiten, Grapefruit-Öl etwa gegen Infektionen einzusetzen.
Öffentliche Quellen
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