Dill gehoert zur Familie der Doldenbluetler (Apiaceae) und ist damit botanisch eng verwandt mit Fenchel, Anis, Kuemmel, Koriander, Sellerie und Karotte. Diese Verwandtschaft ist praktisch wichtig, weil sie die Grundlage fuer moegliche Kreuzallergien bildet, ueber die weiter unten noch zu sprechen ist. Die Herkunft wird meist im oestlichen Mittelmeerraum und in West- bis Suedwestasien verortet. Archaeologische Funde belegen eine sehr fruehe Nutzung: Reste in aegyptischen Graebern und Fundstellen aus neolithischen Schweizer Siedlungen weisen die Pflanze bis in die Jungsteinzeit zurueck. Diese Einordnung gilt als gut etabliert (botanische Uebersichten wie Native Plant Trust und ScienceDirect Topics zu Dill). Zwei Formen sind praktisch relevant: das Kraut mit Blaettern und Stielen, das ueberwiegend frisch oder getrocknet als Gewuerz verwendet wird, und die reifen Fruechte, die gemeinhin als Dillsamen bezeichnet werden. Aus beiden Pflanzenteilen laesst sich ein aetherisches Oel gewinnen, dessen Zusammensetzung sich deutlich unterscheidet.
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