In Schwangerschaft und Stillzeit dosiert man dermal niedrig, etwa 0,5 bis ein Prozent. Pfefferminze und Menthol können die Milchbildung verringern, weshalb man in der Stillzeit zurückhaltend ist. Für Übelkeit in der Schwangerschaft gelten die Zitronen-Inhalation und eine kurze Ingwer-Inhalation als vergleichsweise sanfte, in Studien untersuchte Optionen; bei ausgeprägter Schwangerschaftsübelkeit ist eine ärztliche Abklärung nötig (IFA- und Tisserand-Dosierempfehlungen). Für Pfefferminzöl selbst nennt Tisserand und Young ein dermales Maximum von etwa 5,4 Prozent und rät zur Zurückhaltung oder Meidung bei Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern und bei G6PD-Mangel; bei empfindlichen Personen kann es Hautreizung oder ein Kältegefühl auslösen, weshalb man vorab an einer kleinen Stelle testet (Tisserand und Young; aromaweb.com). Bei Zitrusölen ist zu beachten, dass kaltgepresstes Zitronenöl auf der Haut phototoxisch ist, sodass man nach dermaler Anwendung direkte Sonne für einige Stunden meidet. Bei reiner Inhalation besteht dagegen kein Phototoxizitätsproblem, weshalb die Zitrone für die Reiseübelkeit über den Riechstift unproblematisch ist (Tisserand und Young).
Öffentliche Quellen
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