Was muss ich über Die Signalkaskade in der Nase wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Belegtyp etabliert (hohe Confidence). Riechrezeptoren sind G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs). Bindet ein Duftmolekül — darunter viele ätherische-Öl-Bestandteile — außen an den Rezeptor, aktiviert dieser innen ein spezielles G-Protein namens Gαolf. Das Gαolf schaltet das Enzym Adenylatzyklase III an, welches den Botenstoff cAMP produziert. Der cAMP-Anstieg öffnet zyklisch-nukleotid-gesteuerte Kanäle (CNG-Kanäle), durch die Natrium und Calcium einströmen. Das eintretende Calcium öffnet zusätzlich noch Calcium-aktivierte Chlorid-Kanäle, die den Strom massiv verstärken (bis zu 90 Prozent des Signals). Die Summe dieser Ionenströme depolarisiert das Riechneuron und löst Aktionspotenziale aus, die direkt zum Bulbus olfactorius, dem Riechkolben des Gehirns, laufen. (Firestein 2001; Kaupp 2010.) Diese Verstärkerkaskade erklärt, warum schon winzige Duftmengen ein kräftiges Signal erzeugen — ein einziges gebundenes Molekül wird über mehrere Stufen chemisch verstärkt.
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