In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Datenlage widersprüchlich. Gelegentlicher moderater Konsum von Kamillentee gilt in vielen Übersichten als tolerierbar. Hohe Dosen und das ätherische Kamillenöl werden dagegen zurückhaltend beurteilt, weil theoretisch uteruskontraktionsauslösende oder hormonartige Effekte diskutiert werden und weil Fallberichte zu Frühgeburt und vorzeitigem Ductus-Verschluss existieren (Human, mittlere Confidence; univadis.de Übersicht Schwangerschaft 2025; Deutsche Apotheker Zeitung 2022 zu Tees in der Schwangerschaft). Als Kontraindikationen fasst die etablierte Literatur zusammen: bekannte Allergie gegen Kamille oder Korbblütler, keine Anwendung auf großflächigen eitrigen Wunden, keine unsterilen Zubereitungen am Auge (etabliert, hohe Confidence; Onmeda Kamillenblüten; ESCOP Matricariae flos).
Öffentliche Quellen
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