Was muss ich über Antimikrobieller Mechanismus (Labor) wissen?
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TIKKI Wissensantwort
In Zahlen: Carvacrol hemmt im Labor ein breites Spektrum grampositiver und gramnegativer Keime, darunter Escherichia coli, Staphylococcus aureus einschließlich MRSA, Listeria monocytogenes und Streptococcus pneumoniae. Die minimalen Hemmkonzentrationen liegen dabei meist im Bereich zwei- bis dreistelliger Mikrogramm pro Milliliter. Diese In-vitro-Breitbandaktivität ist gut belegt und hat hohe Confidence (PMC10215463). Erweitert man die Liste, wurde antimikrobielle Aktivität von Carvacrol im Labor auch gegen Salmonellen, Helicobacter pylori und Candida-Biofilme dokumentiert. Alle diese Befunde stammen überwiegend aus In-vitro- und Tiermodellen und sind nicht eins zu eins auf den Menschen übertragbar (Optmzd; PubMed 33915040). Interessant für die Praxis ist die Synergie. Carvacrol zeigt in vitro synergistische antimikrobielle Effekte mit klassischen Antimykotika und Antibiotika wie Fluconazol und Amphotericin B, mit dem Konservierungsstoff Nisin sowie mit anderen Terpenen wie Linalool und Cineol. Auch Carvacrol und Thymol selbst wirken im Labor synergistisch antimikrobiell und antifungal, unter anderem durch die Störung mikrobieller Zellmembranen und von Candida-Biofilmen. Diese Kombinationseffekte sind in vitro belegt, die Confidence ist mittel (PMC10215463; PubMed 33915040).
Öffentliche Quellen
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