Kulinarische Mengen, ungefaehr 0,5 bis 1 g pro Mahlzeit oder eine Messerspitze, gelten als sicher. Ab etwa 5 g gemahlener Muskatnuss (etwa 1 bis 2 mg Myristicin) koennen psychotrope Effekte auftreten. Als Schwelle fuer ausgepraegte Vergiftungserscheinungen werden 10 bis 15 g bzw. etwa 400 mg Myristicin (ungefaehr 6 bis 7 mg/kg Koerpergewicht) genannt. Kasuistiken beschreiben in diesem Bereich neuropsychiatrische Symptome wie Mundtrockenheit, Flush, verschwommenes Sehen, Hypertonie, Tachykardie, Halluzinationen und Dissoziation, die bis zu 72 Stunden anhalten koennen. Symptome setzen typischerweise 3 bis 6 Stunden nach Einnahme ein. Toedliche Vergiftungen sind selten dokumentiert; ein Fall betrifft ein achtjaehriges Kind nach etwa zwei ganzen Nuessen, ein weiterer einen Erwachsenen in Kombination mit Flunitrazepam. Todesfaelle nach isolierter Muskatnuss-Ueberdosierung sind selten und meist mit gleichzeitiger Einnahme anderer psychoaktiver Substanzen assoziiert.
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