Was muss ich über Beta-Caryophyllen — ein Terpen, das zugleich ein Cannabinoid ist wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Beta-Caryophyllen ist ein Sesquiterpen und steckt in Nelken-, Pfeffer-, Copaiba-, Rosmarin- und Cannabisöl. Man würde es dem Namen nach für ein bloßes Duftterpen halten. Tatsächlich bindet es selektiv an den Cannabinoid-Rezeptor CB2 (Bindungsstärke Ki von 155 Nanomol) und ist ein funktioneller CB2-Agonist: Es hemmt die Adenylatzyklase, löst Calcium-Signale aus und aktiviert schwach die Signalwege Erk1/2 und p38 (Gertsch et al. 2008). Damit ist ein „Terpen" zugleich ein diätetisches Cannabinoid — ein Molekül mit einem definierten Rezeptor-Angriffspunkt. Belegstufe für die Rezeptorbindung: in vitro, hohe Konfidenz. Im Tiermodell erzeugt diese CB2-Aktivierung verhaltensrelevante Effekte: anxiolytische und antidepressive Veränderungen bei Mäusen sowie eine Unterdrückung mechanischer Allodynie, also neuropathischen Schmerzes (Bahi et al. 2014; Aly et al. 2020). Belegstufe hierfür: Tier, hohe Konfidenz — nicht Mensch.
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