Das ätherische Blattöl von L. nobilis ist leicht schleimhautreizend und kann sensibilisierend wirken. Für die dermale Anwendung ist eine deutliche Verdünnung im Trägeröl notwendig. Tisserand und Young geben als Orientierung eine dermale Höchstkonzentration im Bereich von etwa null Komma fünf Prozent, während IFRA aufgrund des Methyleugenolgehalts deutlich strengere Werte im Bereich von rund null Komma null eins Prozent für Lorbeerblattöl empfiehlt. In der Praxis liegen aromatherapeutische Einreibungen häufig bei ein bis drei Prozent ätherischen Ölen insgesamt; für Lorbeer ist am unteren Ende dieses Bereichs zu bleiben und Kombinationen mit anderen sanfteren Ölen bevorzugen. Methyleugenol ist von der International Agency for Research on Cancer und dem EU-SCCS als potentiell genotoxisch und karzinogen eingestuft. Aus diesem Grund wird eine innerliche Einnahme des reinen ätherischen Öls nicht empfohlen. Auch bei stark methyleugenolreichen Chargen ist die dermale Anwendung besonders zurückhaltend zu handhaben.
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