Welche Gegenbefunde und Grenzen gibt es bei Chemie und Inhaltsstoffe?
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TIKKI Wissensantwort
Patchouliöl besteht ganz überwiegend aus Sesquiterpenen. Der Hauptbestandteil ist Patchoulol, auch Patchoulialkohol genannt, ein trizyklischer Sesquiterpenalkohol. Der typische Gehalt liegt bei etwa 28 bis 40 Prozent, je nach Herkunft kann er zwischen 10 und 60 Prozent schwanken. Dieser Leitstoff ist über zahlreiche GC-MS-Studien gut abgesichert und hat hohe Confidence (MDPI/PMC6272783 Review; Beek und Joulain 2018, Flavour Fragr J; diverse GC-MS-Analysen). Neben Patchoulol prägen weitere Sesquiterpene das Öl: alpha- und beta-Patchoulen, alpha-Bulnesen, Seychellen, alpha-, beta- und delta-Guaien, Norpatchoulenol, Pogostol sowie Caryophyllen und Caryophyllenoxid. Diese Zusammensetzung ist über GC-MS-Analysen gut belegt und hat hohe Confidence (PMC6272783; GC-MS-Analysen von IOP, IJERT, ResearchGate). Interessant ist, wer den charakteristischen Geruch trägt. Maßgeblich bestimmt wird er von Patchoulol und von dem nur in Spuren vorkommenden Norpatchoulenol. Norpatchoulenol gilt dabei als besonders geruchsintensive Schlüsselkomponente, obwohl es mengenmäßig sehr gering ist. Diese Zuordnung hat mittlere Confidence (Beek und Joulain 2018, Flavour Fragr J Review). Für die Praxis relevant ist die Herkunftsabhängigkeit. Indonesische Handelsöle, die als Dark, Light oder MD gehandelt werden, enthalten etwa 29 bis 34 Prozent Patchoulialkohol. Weil sich die Zusammensetzung mit Region und Erntezeitpunkt ändert, lohnt beim Einkauf ein Blick auf Herkunft und Analysendaten. Diese Angaben haben mittlere Confidence (Ultra International; MDPI Plants 2025 Review; Handelsdatenblätter).
Öffentliche Quellen
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