Was muss ich über Traditionelle und regulatorische Anwendung wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Bei der regulatorischen Einordnung ist eine Nuance zentral. Fuer Rosmarinoel ist nur die traditionelle Anwendung anerkannt, nicht der sogenannte well-established use, also nicht der Status eines wissenschaftlich gut belegten Arzneimittels. Die Monographie der europaeischen Arzneimittelbehoerde EMA und ihres Ausschusses HMPC fuehrt das Rosmarinoel (Rosmarini aetheroleum) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung leichter Muskel- und Gelenkschmerzen sowie leichter Durchblutungsstoerungen der Beine, zur aeusseren Anwendung, unter anderem als Badezusatz. Diese Einstufung beruht ausdruecklich auf langjaehriger Erfahrung, nicht auf klinischen Wirksamkeitsbeweisen. Fuer Blattzubereitungen (Rosmarini folium) reicht der anerkannte Anwendungsbereich weiter. Die EMA-Monographie nennt zusaetzlich die traditionelle Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und leichten Magen-Darm-Kraempfen. Die deutsche Kommission E hat Rosmarinblatt zugelassen: innerlich bei dyspeptischen Beschwerden, aeusserlich unterstuetzend bei rheumatischen Erkrankungen und Kreislaufbeschwerden. Die ESCOP empfiehlt Rosmarin innerlich zur Anregung der Leber- und Gallenfunktion und bei Verdauungsbeschwerden, aeusserlich unterstuetzend bei rheumatischen Beschwerden und Kreislaufstoerungen.
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