Was muss ich über Eukalyptus und 1,8-Cineol wissen?
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TIKKI Wissensantwort
1,8-Cineol, auch Eukalyptol genannt, ist der Hauptbestandteil von Eukalyptus-, Cajeput- und Cineol-Rosmarinoel und steckt teils auch im Lorbeeroel. Es hat eine Doppelrolle. Einerseits wird es selbst hauptsaechlich ueber CYP3A4 abgebaut, ist also ein Substrat. Andererseits kann es dieses Enzym auch beeinflussen. Die Substrat-Rolle ist im Labor an menschlichen Lebermikrosomen gut belegt. Besonders bemerkenswert ist ein moeglicher Induktionseffekt, der in die entgegengesetzte Richtung wirkt wie eine Hemmung. Eine klassische Tierstudie von 1970 zeigte, dass Eukalyptol per Aerosol ueber vier Tage bei Ratten die Spiegel mehrerer anderer Wirkstoffe senkte, darunter das Schlafmittel Pentobarbital, Amphetamin und Aminopyrin, und deren Abbau beschleunigte. Das ist das klassische Zeichen einer Leberenzym-Induktion. Ein Teil der Befunde wurde damals auch beim Menschen anhand erhoehter Metaboliten-Ausscheidung berichtet. Ehrlich einzuordnen: Es handelt sich ueberwiegend um aeltere Tierdaten bei oraler oder Aerosol-Hochexposition. Die Relevanz bei ueblicher Aromatherapie ist unklar. Die theoretische Konsequenz waere, dass hoher und dauerhafter Eukalyptus-Konsum den Wirkspiegel anderer Medikamente senken koennte. Auch tierexperimentell wurde eine Induktion von CYP2B und verwandten Enzymen durch Rosmarin und Cineol beobachtet, etwa mit Wirkung auf den Abbau von Codein und Paracetamol.
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