Die dermatologisch/mykologische Evidenz ist positiv, aber uneinheitlich: **Bassett et al. (1990)**, Vergleichsstudie (N=124), fand Teebaum bei Akne wirksam mit weniger Hautnebenwirkungen als Benzoylperoxid, das jedoch schneller wirkte; **Enshaieh et al. (2007)**, randomisiert-doppelblind placebokontrolliert (N=60), zeigte 5%-Teebaum-Gel überlegen gegenüber Placebo bei leichter bis moderater Akne. Bei Pilzerkrankungen ist die Nuance entscheidend: **Tong et al. (1992)**, RCT, fand 10%-Teebaum-Creme bei Fußpilz symptomatisch ähnlich wirksam wie Tolnaftat, aber ohne klaren Vorteil gegenüber Placebo bei der *mykologischen Heilung*; **Buck et al. (1994)**, randomisierte Studie (N=117), fand Teebaum bei Nagelpilz vergleichbar mit 1%-Clotrimazol ohne signifikante Überlegenheit. **Kairey et al. (2023)**, systematischer Review/Metaanalyse, stützt einen gewissen Nutzen bei Akne und einzelnen topischen Indikationen, betont aber die begrenzte Studienqualität und -menge. Symptomlinderung ist also nicht gleich Heilung.
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