Thymianöl, insbesondere in der Chemotyp-Variante Thymol, sowie Oregano gelten in Reagenzglasstudien als am stärksten antibakteriell gegen typische Blasenerreger. Untersucht wurden Escherichia coli, Enterokokken und Candida. Für Thymian liegen MIC-Werte um 0,07 bis 1,25 Vol.-Prozent, für Oregano um 0,15 bis 0,6 Vol.-Prozent im Bereich der in vitro erreichbaren Konzentrationen. In einer Studie mit künstlichem Urin zeigten Teebaum und Thymian gegen uropathogene Bakterien MIC-Werte von etwa 0,78 bis 3,13 Milligramm pro Milliliter, wobei antibiotikaresistente Stämme ähnlich empfindlich waren wie sensitive. Wichtig zur Einordnung: Thymian und Oregano sind wegen ihres hohen Phenolgehalts stark schleimhautreizend. Sie werden in der Aromapraxis für Sitzbäder oder Unterbauchauflagen bei der Blase entweder gar nicht oder nur in sehr geringen, gut verdünnten Mengen eingesetzt. In Schwangerschaft und Stillzeit sind Thymian CT Thymol und Oregano nach Tisserand und Young kontraindiziert. Als sanftere Variante gilt Thymian CT Linalool.
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