Wie lässt sich Entzündungshemmung ohne Heilversprechen einordnen?
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TIKKI Wissensantwort
Der am besten untersuchte Wirkbereich ist die Entzündungshemmung. Patchoulialkohol reduziert proinflammatorische Zytokine wie TNF-alpha, IL-1beta und IL-6. Im Labor an aktivierten Makrophagen ist dieser Effekt gut belegt und hat hohe Confidence (Chin Med Review, PMC7791836; PMC3440699, LPS-Makrophagen). Der zentrale molekulare Mechanismus ist die Hemmung des NF-kappaB-Signalwegs, ergänzt durch eine Hemmung des NLRP3-Inflammasoms. Ein spezifischer Membranrezeptor wie TRPV1 ist dagegen nicht belegt. Diese mechanistische Einordnung hat mittlere Confidence (Springer Chin Med 2020 Review; PMC6929483; PMC12320473). Im Tiermodell setzt sich das fort. Bei der LPS-induzierten akuten Lungenschädigung der Maus wirkte Patchoulialkohol entzündungshemmend über eine Hemmung des NF-kappaB-Signalwegs. Auch in Modellen von Pfoten- und Ohrödem der Maus sowie bei Kolitis der Ratte zeigte sich eine Entzündungshemmung. Diese Tierbefunde haben mittlere bis hohe Confidence (Springer Chin Med 2020 Review; PMC6929483; Chin Med Review, PMC7791836; Healthline, 2017 Rattenstudie). Im DSS-Colitis-Modell der Maus linderte Patchoulialkohol die Darmentzündung, senkte IL-1beta, IL-6 und TNF-alpha, stabilisierte die Epithelbarriere und unterdrückte den Tryptophan-Katabolismus über IDO-1 und TPH-1. Diese Befunde haben mittlere Confidence (PMC11271309, Sci Rep 2024; PubMed 28456683, 2017).
Öffentliche Quellen
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