Wacholderbeeröl wird durch Wasserdampfdestillation aus den reifen Beerenzapfen von Juniperus communis gewonnen, einem Zypressengewächs. Botanisch sind die Wacholderbeeren keine echten Beeren, sondern fleischig gewordene Zapfen. In der Aromatherapie wird fast ausschließlich das Öl aus diesen reifen, nicht fermentierten Beerenzapfen verwendet. Es gilt als milder und verträglicher als das Öl, das aus Zweigen und Nadeln destilliert wird, das sogenannte Wacholder-Nadelöl (EMA/HMPC/12402/2010; aromapraxis.de; taoasis.com). Ein zentrales Merkmal des Wacholders ist, dass seine chemische Zusammensetzung stark schwankt. Sie hängt von der geografischen Herkunft, dem Reifegrad der Beere, der Jahreszeit, dem Klima, dem Alter des Strauchs und der Sonnenexposition ab. Zwei Öle aus verschiedenen Regionen oder Erntezeitpunkten können sich deutlich unterscheiden. Dieser Zusammenhang ist gut belegt und hat hohe Confidence (ScienceDirect S0305197816301880, saisonale Studie aus Molise; ScienceDirect S0305197812000695 zu abiotischen Faktoren).
Öffentliche Quellen
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