Was ist über Chirale GC: der Schluessel gegen synthetische Verfaelschung bekannt?
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TIKKI Wissensantwort
Die enantioselektive, also chirale Gaschromatographie ist der zentrale Test gegen synthetische Verfaelschung. Der Hintergrund: Pflanzen bilden viele Stoffe stereospezifisch, also in einem bestimmten, oft sehr einseitigen Enantiomerenverhaeltnis. Die chemische Synthese liefert die gleichen Molekuele dagegen meist racemisch, das heisst als etwa haelftige Mischung beider Spiegelbildformen. Ein abnormes Enantiomerenverhaeltnis entlarvt daher synthetischen Zusatz selbst dann, wenn der Gesamtgehalt eines Stoffes vollkommen innerhalb der Norm liegt. Ein Ueberschuss der eigentlich seltenen Spiegelbildform, etwa (S)-(+)-Linalool im Lavendel, ist ein deutliches Warnsignal. Genau solche Faelle uebersieht die Standard-GC-MS. Chirale Trennungen gelingen mit Cyclodextrin-Saeulen, zum Beispiel Phasen auf Basis von 2,3-Diethyl-6-TBDMS-beta-Cyclodextrin. Belegtyp: etabliert, Confidence hoch (PMC8471154 Fallstudien Lavendel/Zitrone/Teebaum; contractlaboratory.com; PMC8376981).
Öffentliche Quellen
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