Was muss ich über Kokosöl (natives, Trägeröl) — beste Humanevidenz wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Kokosöl ist ein fettes Trägeröl und kein ätherisches Öl, hat aber unter allen hier besprochenen Ölen die beste Studienlage am Menschen. In einer randomisierten Doppelblindstudie an 117 Kindern mit leichter bis mittelschwerer Neurodermitis (Evangelista und Kollegen, International Journal of Dermatology 2014) besserte natives Kokosöl den Hautbefund deutlicher als Mineralöl. Der SCORAD-Score, ein etabliertes Schweremaß, sank über acht Wochen um rund 68 Prozent gegenüber etwa 38 Prozent unter Mineralöl, und auch der transepidermale Wasserverlust sowie die Hautfeuchte verbesserten sich messbar. Der Nutzen ist barriere- und antimikrobiell begründet, nicht aromatherapeutisch. Kokosöl enthält Laurinsäure, die gegen Staphylococcus aureus wirkt, ein Keim, der Ekzeme häufig verschlimmert. In einer Studie an Erwachsenen (Verallo-Rowell und Kollegen, Dermatitis 2008) waren nach vier Wochen nur noch etwa 5 Prozent der Kokosöl-Gruppe für S. aureus positiv gegenüber rund 50 Prozent unter Olivenöl, und der objektive SCORAD sank stärker unter Kokosöl. Anwendung: ein- bis zweimal täglich dünn auftragen. Vorsicht ist bei möglicher Kokos-Sensibilisierung geboten, und nässende Läsionen sollten ausgespart werden.
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