Was muss ich über Ehrliche Einordnung der Evidenz wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Die Studienlage zu ätherischen Ölen bei Fibromyalgie ist schwach. Es gibt wenige klinische Studien, meist mit kleinen Fallzahlen, häufig ohne aktiven Duftplacebo, mit hohem Bias-Risiko und ohne standardisierte Präparate oder Dosen. Ein krankheitsmodifizierender Effekt ist nicht belegt. Konkret liegen unter anderem folgende Arbeiten vor: Uysal beziehungsweise Yasa Öztürk berichteten 2021 an einer kleinen Gruppe von Fibromyalgie-Betroffenen nach Anwendung eines topischen Lavendelpräparats subjektive Verbesserungen der Lebensqualität, allerdings ohne verblindete Kontrolle. Eine Pilot-Randomisierte-Kontrollierte-Studie von Ko und Kollegen 2007 (n gleich 43) mit einem topischen Blend aus Rosmarin, Eukalyptus, Pfefferminz und Kampfer (024 Oil) fand keinen signifikanten Vorteil gegenüber Sham-Öl. Eine Crossover-Pilotstudie 2025 (Masubuchi und Kollegen) zu Geranienöl bei Fibromyalgie umfasste nur zehn Patientinnen und erlaubt keine belastbaren Schlüsse. Meta-Analysen zu Massage bei Fibromyalgie (Li 2014) zeigen moderate Effekte auf Schmerz, Angst und Depression; wieviel davon auf ätherische Öle und wieviel auf die Massage selbst und einen Beruhigungseffekt entfällt, lässt sich aus den Daten nicht sauber trennen. Zu Rosenöl bei Fibromyalgie fehlen kontrollierte Studien; Effekte aus anderen Indikationen lassen sich nicht seriös übertragen. Für topisches Menthol läuft aktuell ein Fibromyalgie-Trial (NCT07326163), Ergebnisse gibt es noch nicht.
Quellenstatus
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