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Was muss ich über Basilikum wissen?

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Was muss ich über Basilikum wissen?

Basilikum (Ocimum basilicum) ist das klassische Chemotyp-Beispiel fuer die Bedeutung der Sicherheit. Der Linalool-Chemotyp besteht ueberwiegend aus dem sanften Monoterpenol Linalool. Der Methylchavicol-Chemotyp (auch als exotisches Basilikum bezeichnet) enthaelt dagegen zu grossen Teilen das Phenylpropen Estragol. Es handelt sich um dieselbe Art, aber die Sicherheitsbewertung faellt sehr unterschiedlich aus. Estragol (Methylchavicol) ist bei chronisch hoher oraler Dosis im Tierversuch an Ratten und Maeusen ein genotoxisches Leberkarzinogen. Es wird ueber Cytochrom P450 zum reaktiven 1'-Hydroxyestragol bioaktiviert. Diese Befunde stammen aus Nagerstudien und sind nicht direkt auf den Menschen uebertragbar, sie sind aber der Grund, warum dieser Chemotyp sicherheitsrelevant ist. Regulatorisch empfiehlt die Europaeische Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC) wegen der allgemein anerkannten Evidenz, die Estragol-Exposition so gering wie praktisch moeglich zu halten. Auch diese Empfehlung stuetzt sich auf Tierdaten, nicht auf humane Krankheitsendpunkte. Ein Hinweis auf Relevanz beim Menschen kommt aus dem Biomonitoring: Nach einer Mahlzeit mit Basilikum-Pesto liessen sich in einer kontrollierten Humanstudie Mercaptursaeure-Abbauprodukte des verwandten Nager-Karzinogens Methyleugenol im Urin nachweisen. Das belegt Aufnahme und Bioaktivierung im menschlichen Koerper, jedoch keinen Krankheitsendpunkt.

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