Was muss ich über Teebaumöl — das Öl mit der relativ besten Datenlage wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Melaleuca alternifolia, das australische Teebaumöl, ist unter den ätherischen Ölen dasjenige mit den (relativ) meisten menschlichen Daten. Die zitierte ältere doppelblinde randomisierte Studie von Buck aus dem Jahr 1994 an 117 Patientinnen und Patienten verglich 100-prozentiges Teebaumöl zweimal täglich topisch mit einer einprozentigen Clotrimazol-Lösung über sechs Monate. Die mykologische Heilungsrate lag bei rund 18 Prozent unter Teebaumöl und rund 11 Prozent unter Clotrimazol. Beides sind schwache Zahlen. Weder war Teebaumöl klar überlegen, noch war ein Vorteil gegenüber einem reinen Natur- beziehungsweise Placeboverlauf sauber gezeigt, und Clotrimazol gilt heute nicht mehr als Standard bei Onychomykose. Der oft zitierte Wert von rund 60 Prozent klinischer Teilbesserung ist ein weicheres Endpunkt-Mass, keine mykologische Heilung. Eine weitere häufig zitierte Arbeit ist Syed 1999. Dort wurde eine Kombinationscreme aus 2 Prozent Butenafin plus 5 Prozent Teebaumöl gegen Placebo untersucht, mit einer klinischen Erfolgsrate um 80 Prozent nach 16 Wochen. Diese Zahl liest sich beeindruckend, aber Butenafin ist selbst ein zugelassenes synthetisches Antimykotikum. Der Effekt lässt sich nicht sauber dem Teebaumöl zuschreiben.
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