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Ätherische Öle · DE

Was ist über Der Estragol-Konflikt bekannt?

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Was ist über Der Estragol-Konflikt bekannt?

Der zentrale regulatorische Punkt: Die EMA/HMPC hat die Monographie fuer Bitterfenchelöl wegen neuer Erkenntnisse zur Genotoxizitaet und Kanzerogenitaet des Estragols zurueckgezogen. Estragol ist im Tierversuch (Nager) bei hohen Dosen genotoxisch und leberkanzerogen, und auf dieser Basis stuft die EMA es entsprechend ein (EMA HMPC Assessment Report, EFSA/COT Opinion). Der HMPC-Leitwert fuer Estragol liegt bei 1,0 Mikrogramm pro Kilogramm Koerpergewicht pro Tag. Dem steht eine wissenschaftlich diskutierte Gegenposition gegenueber: Ein toxikologisches Sicherheitsupdate argumentiert, dass Estragol aus normal konsumiertem Fencheltee ein minimales Krebsrisiko darstellt, weil schuetzende Pflanzenstoffe (Flavonoide wie Nevadensin) die Bioaktivierung senken und die reale Exposition (etwa 0,01 bis 0,07 Milligramm pro Kilogramm Koerpergewicht pro Tag) weit unter kanzerogenen Dosen liegt (PMC3414240, Raffo et al.). Diese Position steht ausdruecklich neben, nicht anstelle der regulatorischen Vorsicht. Fuer trans-Anethol hat das JECFA (FAO/WHO) eine temporaere ADI von 0 bis 2,0 Milligramm pro Kilogramm Koerpergewicht abgeleitet; die Exposition aus Fencheltee liegt typischerweise deutlich darunter und gilt als unbedenklich.

Öffentliche Quellen

Verknüpfte Quellen mit dem im Datensatz ausgewiesenen Prüfstatus:

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