Die belastbarste Evidenz besteht fuer Pfefferminzoel-Kapseln beim Reizdarmsyndrom, Silexan bei generalisierter Angst, CBD-Oel bei bestimmten therapieresistenten Epilepsien sowie fuer Olivenoel im Kontext mediterraner Ernaehrung als Teil einer Kostform. Ebenfalls hoch bewertete Evidenz - allerdings mit negativem Ergebnis - gibt es fuer Omega-3-Fettsaeuren in der Primaerpraevention, fuer Nachtkerzen- und Borretschoel bei Ekzem sowie fuer Kokosoel als vermeintlich herzgesunde Alternative. Fuer viele Aromatherapie-Indikationen (Angst, Schlaf, Schmerz, Uebelkeit, Dysmenorrhoe) gibt es positive Signale bei limitierter Evidenzqualitaet. Fuer nahezu alle antimikrobiellen Versprechen aetherischer Oele gilt: in vitro ist nicht in vivo. Wer diese Trennung ernst nimmt, kann Pflanzenoele sinnvoll einsetzen, ohne sich selbst oder anderen etwas vorzumachen.
Quellenstatus
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