Ist Orales Kardamompulver bei Blutfetten und Zucker wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?
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TIKKI Wissensantwort
Bei Blutfetten und Blutzucker ist die Datenlage schwächer und teils widersprüchlich. Eine randomisierte Studie mit 80 übergewichtigen beziehungsweise adipösen prädiabetischen Frauen, die zwei Monate lang täglich 3 Gramm grünen Kardamom einnahmen, berichtete Verbesserungen bei Serumlipiden und glykämischen Indizes. Betrachtet man dieselbe Studie genauer, sanken innerhalb der Kardamom-Gruppe zwar Gesamt- und LDL-Cholesterin, und die Insulinsensitivität stieg, doch war bei keinem Parameter der Kardamom signifikant besser als Placebo. Das belegt einen Effekt des oralen Gewürzes bestenfalls schwach und sagt nichts über das ätherische Öl aus. Die Confidence ist niedrig bis mittel (PMC5623966, PubMed 29026804, J Diabetes Metab Disord 2017). Ältere und kleine Humanstudien berichten zudem eine Blutdrucksenkung und einen verbesserten antioxidativen Status bei Hypertonikern sowie günstige Veränderungen bei Blutfetten und Fibrinolyse. Diese Evidenz ist begrenzt, teils inkonsistent und nicht auf die Aromatherapie übertragbar. Humanbeleg mit niedriger Confidence (in PMC5623966 zitierte Vorstudien, unter anderem Verma et al.).
Öffentliche Quellen
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