Fasst man die strengste Evidenzschicht zusammen, ergibt sich ein konsistentes Bild. Die fuenf einschlaegigen Cochrane-Reviews zu Demenz, Geburtsschmerz, Krebs-Massage, postoperativer Uebelkeit und Kopflaeusen kommen ueberwiegend zu dem Schluss, dass das Signal schwach bis unzureichend ist. Die Uebersicht von Lee und Kollegen sowie die VA-Evidenzlandkarte bestaetigen dies auf hoeherer Aggregationsebene. Es gibt keine grosse Indikation, fuer die Aromatherapie als etablierte, wirksame Therapie gelten kann. Zugleich existieren einzelne tragfaehigere Signale: Pfefferminzoel bei Reizdarm, Silexan bei Angst, Teebaumoel bei Fusspilz und der Schmerz bei primaerer Dysmenorrhoe. Diese Anwendungen sind real, aber sie sind begrenzt, oft nur schwach bis moderat belegt und teils herstellernah. Auf der Sicherheitsseite ist die Datenlage vergleichsweise robust und mahnt zur Vorsicht bei oraler Einnahme, bei Kindern und bei gealterten, sensibilisierenden Oelen.
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