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Was ist über Was es im Körper macht bekannt?

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Was ist über Was es im Körper macht bekannt?

Der am besten verstandene Effekt betrifft die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts. Menthol wirkt dort krampflösend über zwei Wege: Es hemmt dosisabhängig den Kalzium-Einstrom in die glatten Muskelzellen, wirkt also wie ein Kalziumkanal-Blocker, und es blockiert nicht-kompetitiv die durch Serotonin ausgelöste Kontraktion. Beides zusammen entspannt die Muskulatur. Das ist die pharmakologische Grundlage der Reizdarm-Wirkung. Belegstufe: in vitro, Konfidenz hoch (EMA Assessment Report; ScienceDirect Peppermint Oil Overview). Der zweite große Wirkort ist ein Rezeptor auf sensorischen Nervenzellen. Menthol aktiviert TRPM8, den Kälte- und Menthol-Rezeptor. Diese Aktivierung erzeugt die Kühlempfindung und trägt einen Großteil der schmerzlindernden Wirkung. Wie zentral TRPM8 dabei ist, zeigt ein Tiermodell besonders deutlich: Bei Mäusen, denen der Rezeptor genetisch fehlt, ist die schmerzlindernde Wirkung von Menthol vollständig aufgehoben. Belegstufe: Tier, Konfidenz hoch (Pain 2013, PMC3778045, Liu et al.). Menthol trifft aber nicht nur TRPM8. Konzentrationsabhängig wirkt es auch am Reiz- und Irritanzrezeptor TRPA1: In hohen Konzentrationen wirkt es reizend und kann über eine Sensibilisierung von TRPM8 sogar Kälte-Allodynie und -Hyperalgesie auslösen. Menthol ist also nicht in jeder Dosis nur angenehm kühlend. Als weitere Angriffspunkte kommen spannungsabhängige Ionenkanäle und Neurotransmitter-Rezeptoren hinzu. Belegstufe: in vitro, Konfidenz mittel (Review PMC9580369; PMC6825956). Interessant ist auch der Nebenbestandteil 1,8-Cineol. Er ist ein natürlicher Antagonist des menschlichen TRPA1 und gleichzeitig ein TRPM8-Agonist, wirkt also am Reizrezeptor gegenläufig und am Kälterezeptor gleichsinnig zu Menthol. Das ist bislang vor allem zellulär und molekular gezeigt und hat als Einzelbefund nur niedrige Konfidenz (PMC3567430). Ein häufig missverstandener Punkt betrifft die Nase. Menthol erzeugt subjektiv das Gefühl, freier durch die Nase atmen zu können, verändert aber den objektiv gemessenen Nasenwiderstand (Rhinomanometrie) praktisch nicht. Es ist ein sensorischer TRPM8-Effekt, keine tatsächliche Weitung der Nasenwege. Das gefühlte Durchatmen ist real, die physikalische Öffnung nicht. Belegstufe: Mensch, Konfidenz hoch (PubMed 9134138; PubMed 3397650).

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