Sternanisoel und trans-Anethol sind hautreizend und allergenpotenziell. Das Oel ist oxidationsempfindlich; bei Alterung entstehen Anisaldehyd und Polymerisationsprodukte, die das Sensibilisierungsrisiko erhoehen. IFRA limitiert daher Anethol in Leave-on-Kosmetik. In der dermatologischen Kontaktallergen-Literatur sind Kontaktekzeme durch Sternanisoel beschrieben; Hauptallergen ist Anethol, moeglich sind auch Methylchavicol/Estragol und Limonen. Ein Fallbericht dokumentiert eine Anaphylaxie nach Oseltamivir bei einem Patienten mit vorbestehender Sternanis-Sensibilisierung und Sellerie-Karotte-Beifuss-Gewuerz-Syndrom; eine Kreuzallergie ueber Shikimisaeure bzw. Anethol wird als plausibel diskutiert.
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