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Was muss ich über Laborbefunde (in vitro) wissen?

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Was muss ich über Laborbefunde (in vitro) wissen?

Am besten untersucht ist die antimikrobielle Wirkung der Thymian-Chemotypen. Thymol- und carvacrolreiche Thymianoele zeigen in vitro eine starke antibakterielle und antioxidative Wirkung. Berichtete minimale Hemmkonzentrationen liegen fuer Thymol etwa bei 0,05 bis 0,4 mg/ml und fuer Carvacrol etwa bei 0,02 bis 0,2 mg/ml gegen grampositive und gramnegative Keime. Vergleichsuntersuchungen zeigen, dass die phenolischen Chemotypen am staerksten antibakteriell sind, dass alle Chemotypen deutlich besser gegen grampositive als gegen gramnegative Keime wirken und dass die Wirkung teils auf additiven Effekten mehrerer Bestandteile beruht. Auch funktionelle Unterschiede zwischen Chemotypen lassen sich im Labor zeigen. In einer Zellkulturstudie an Maus-Mikroglia (Zelllinie BV-2) beeinflussten drei Thymian-Chemotypen beziehungsweise ihre Hauptkomponenten die Ausschuettung entzuendlicher Botenstoffe unterschiedlich. Die Chemotypen Linalool, Geraniol und Thujanol senkten die Zytokine Interleukin-6 und TNF-alpha, wobei der Linalool-Typ Interleukin-6 nach einem Entzuendungsreiz am staerksten reduzierte. Beteiligt waren Signalwege um NF-kB und C/EBP-beta. Das ist reine Zellkultur und kein Beleg fuer eine Wirkung im Menschen, es zeigt aber, dass sich Chemotypen auch funktionell unterscheiden koennen.

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