Was ist über Mastzellen, Rezeptoren und Entzündung (Labor, mechanistisch) bekannt?
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TIKKI Wissensantwort
Mehrere Laborarbeiten liefern Ansatzpunkte, wie Geranienöl beruhigend, schmerzlindernd oder entzündungshemmend wirken könnte. An kultivierten Mastzellen der Maus hemmen das Öl und vor allem Citronellol dosisabhängig die IgE-vermittelte Degranulation sowie die Produktion des Entzündungsbotenstoffs TNF-alpha; der vorgeschlagene Mechanismus läuft über eine verminderte Phosphorylierung des ERK/MAPK-Signalwegs, wobei die l-(S)-Form des Citronellols stärker wirkt als die d-(R)-Form (Biosci Biotechnol Biochem 2016, PubMed 26927807). An sensorischen Neuronen moduliert Citronellol die GABA-A- und Glycin-Rezeptoren, indem es die durch GABA bzw. Glycin ausgelösten Ströme verstärkt, was sich teilweise durch die Blocker Picrotoxin bzw. Strychnin aufheben lässt; das könnte zu beruhigenden und schmerzlindernden Effekten beitragen. Auf der Entzündungsseite aktivieren Citronellol und Geraniol die Kernrezeptoren PPAR-alpha und PPAR-gamma und unterdrücken die Bildung des Enzyms COX-2; Geraniol greift zusätzlich in die Signalwege NF-kB und p38-MAPK ein. Diese mechanistischen Befunde haben mittlere Confidence. Ein weiterer Hinweis auf neuromodulatorische Effekte ist eine Beeinflussung der Schaltverhalten von AMPA-Rezeptoren durch Geraniol und Citronellol; deren klinische Bedeutung ist jedoch unklar und die Confidence entsprechend niedrig (Mechanismus-Reviews zu Citronellol/Geraniol; COX-2/PPAR/NF-kB-Studien; AMPA-Rezeptoren, Appl Sci 2019, 10.3390/app9214693).
Öffentliche Quellen
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