Die wichtigste Kontraindikation ist eine Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae beziehungsweise Compositae). Sesquiterpenlactone können die Pflanze zum Kontaktallergen machen, und Kreuzallergien sind möglich. Dokumentiert sind Fallberichte von allergischer Kontaktdermatitis durch Römische Kamille, unter anderem eine Brustwarzen-Dermatitis durch eine Salbe. Praktisch empfehlen die Quellen einen Patch-Test vor der Erstanwendung, das Vermeiden von Kontakt mit Augen und Schleimhäuten sowie eine topische Verdünnung auf 1 bis 2 Prozent. Dieser Punkt hat hohe Confidence (DermNet NZ; Fallberichte; EMA/HMPC-Monographie, Abschnitt 4.3; PharmaWiki; New Directions Aromatics). Zu Nebenwirkungen hält die EMA für die traditionelle innerliche Anwendung der Blüte fest, dass keine berichtet wurden. Grundsätzlich möglich bleiben allergische und Kontaktreaktionen im Sinne einer Korbblütler-Sensibilisierung sowie bei unverdünnter Hautanwendung eine Reizung. Bekannte Arzneimittel-Interaktionen führt die Monographie nicht auf; theoretisch wird wegen des Cumarin- und Gerbstoffgehalts eine gewisse Vorsicht bei gerinnungshemmenden Mitteln erwähnt. Reproduktions- und Genotoxizität wurden nicht geprüft (EMA/HMPC/560734/2010, Abschnitte 4.5, 4.8 und 5.3; PharmaWiki).
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