Ist Chemie und Inhaltsstoffe wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?
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TIKKI Wissensantwort
Pfefferminzöl besteht chemisch überwiegend aus oxygenierten Monoterpenen. Die beiden Hauptkomponenten sind Menthol mit etwa 30 bis 45 Prozent und Menthon mit etwa 15 bis 25 Prozent. Grob gesagt trägt Menthol die charakteristische Kühlwirkung, Menthon den typischen Geruch. Diese Zusammensetzung ist durch GC-MS-Analysen gut abgesichert und gilt als etabliert mit hoher Konfidenz (Wikipedia Peppermint; Tandfonline 10.1080/10942912.2018.1453839). Dazu kommen mehrere relevante Nebenbestandteile: Menthylacetat mit etwa 3 bis 9 Prozent (fruchtig-mild), Menthofuran mit etwa 1 bis 10 Prozent, 1,8-Cineol beziehungsweise Eukalyptol mit etwa 1 bis 6 Prozent sowie Isomenthon, Neomenthol und Limonen in jeweils niedrigen Prozentbereichen. Für Arzneibuch-Qualität sind erlaubte Bereiche und Grenzwerte dieser Stoffe genau definiert. Etabliert, hohe Konfidenz (ScienceDirect S101836471730544X; EMA Assessment Report Mentha x piperita aetheroleum). Wichtig für das Verständnis von Handelsölen ist, dass diese Zahlen keine festen Werte sind, sondern eine Streubreite. Die Zusammensetzung schwankt stark je nach Reife, Herkunft, Trocknung und Stress der Pflanze. Unter Trockenheit steigt der Menthol-Anteil, bei guter Wasserversorgung verschiebt sich das Profil eher zu Menthon und Menthofuran, und Salzstress senkt das Menthofuran und erhöht das Menthon. Genau das erklärt, warum zwei Flaschen Pfefferminzöl chemisch spürbar unterschiedlich sein können. Etabliert, hohe Konfidenz (MDPI Nutrients 17/20/3258; Tandfonline 10.1080/10942912.2018.1453839).
Öffentliche Quellen
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