Was sagt die Forschung zu Antimikrobielle Mechanismen, robust im Labor?
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TIKKI Wissensantwort
Antimikrobiell ist Zimtöl beziehungsweise Zimtaldehyd im Labor robust wirksam. Gegen Bakterien schädigt es die Zellmembran, hemmt die Membran-ATPase, stört den Energiestoffwechsel und unterdrückt die Biofilmbildung. Gegen Pilze wirkt Zimtaldehyd über eine Störung der Ergosterol-Biosynthese beziehungsweise eine Bindung an Ergosterol und bei Candida zusätzlich über Defekte der Mitosespindel und des beta-Tubulins. Diese Mechanismen sind in vitro gut belegt (ScienceDirect S0882401018305667, Review antibakterieller Mechanismen; PMC5807769 zu Candida albicans, Zellwand und Spindel). Bei den Biofilm- und Antipilz-Effekten verhindern Zimtaldehyd und Eugenol die Biofilmbildung vor allem in der Frühphase, und elektronenmikroskopische Aufnahmen zeigen Zellwandschäden sowie eine verringerte Hyphenbildung bei Candida. Das alles bewegt sich auf Zellkultur- und In-vitro-Ebene (PMC7830859 zu Candida-Biofilm, Phospholipase und Hämolysin; PMC8487610 zu Zimtblattöl und Candida-Biofilm). Konkrete Wirksamkeitszahlen aus dem Labor: Zimtrindenöl beziehungsweise Cinnamaldehyd zeigt starke antibakterielle Wirkung auch gegen multiresistente Pseudomonas aeruginosa, teils synergistisch mit Antibiotika, wobei Cinnamaldehyd stärker wirkt als Eugenol (PMC4888607). Gegen die Hefen Candida albicans und C. auris liegen die minimalen Hemmkonzentrationen bei etwa 0,26 bis 0,4 mg pro Milliliter, wobei das Rindenöl wirksamer ist als das Blattöl (PMC5807769; PMC7502450). All dies ist Laborevidenz und kein klinischer Wirknachweis am Menschen.
Öffentliche Quellen
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