Das Verbrennen von Salbei, Zeder und Süßgras zur rituellen Reinigung, im Englischen Smudging genannt, ist eine spirituell-zeremonielle Räucher-Tradition. Es ist keine Aromatherapie mit destillierten Ölen, sondern eine kulturell-religiöse Praxis. Dazu gehört auch eine berechtigte Debatte um kulturelle Aneignung und Kommerzialisierung, denn durch Vertreibung ging viel indigenes Pflanzenwissen verloren. Diese Einordnung hat hohe Confidence (legendsofamerica.com; Beiträge zur Aneignungsdebatte). Wie bei allen traditionellen Anwendungen lohnt der ehrliche Blick auf die Beleg-Ebene. Zwar zeigten flüchtige Verbindungen nordamerikanischer Heilpflanzen, mit Fokus auf Korbblütler, in einer Laborstudie antifungale Aktivität. Das ist jedoch ein reiner In-vitro-Befund mit mittlerer Confidence und kein Beleg für eine Wirksamkeit der zeremoniellen Anwendung am Menschen (PMC7020142).
Öffentliche Quellen
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