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Was muss ich über Rosmarin wissen?

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Was muss ich über Rosmarin wissen?

Rosmarin (botanisch heute teils zu Salvia rosmarinus gestellt, lange als Rosmarinus officinalis gefuehrt) besitzt mehrere anerkannte Chemotypen. Die drei klassischen sind der Cineol-Typ (reich an 1,8-Cineol, meist etwa 30 bis 55 Prozent), der Campher-Typ (mit ueber 20 Prozent Campher) und der Verbenon-Typ. Hierarchische Clusteranalysen an groesseren Probenzahlen ergaben teils bis zu fuenf Typen. Der Cineol-Typ ist der weltweit meistproduzierte. In der Praxis ordnen Aromatherapeutinnen die Rosmarin-Chemotypen unterschiedlichen Zwecken zu: den Cineol-Typ den Atemwegen, den Verbenon-Typ Leber, Galle und mentaler Klarheit, den Campher-Typ Muskeln und Kreislauf. Diese Zuordnung ist ueberwiegend Erfahrungs- und Traditionswissen aus der Aromatherapie und klinisch kaum belegt, also mit niedriger Sicherheit zu behandeln. Zur Ehrlichkeit gehoert ausserdem ein Daempfer bei Wirkversprechen: In einem breiten In-vitro-Screening zeigten Rosmarin-Chemotypen nur geringe antifungale, enzymhemmende und antitumorale Aktivitaet; Rosmarinoel erwies sich insgesamt als relativ inaktiv. Der Chemotyp veraendert also das Duft- und Inhaltsstoffprofil, garantiert aber nicht automatisch eine starke biologische Wirkung.

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