Was muss ich über Leber und Genotoxizitaet wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Die Leberwirkung ist dosisabhaengig zweischneidig. In Tierstudien wirkte Copaiba bei niedriger Dosis von 0,63 ml pro Kilogramm ueber 7 Tage hepatoprotektiv gegen einen Paracetamol-Schaden, zeigte aber bei hoher Dosis von 1,15 g pro Kilogramm ueber 18 Tage Warnzeichen in Form verkleinerter Hepatozyten, was auf eine moegliche Leberschaedigung hinweist (Tier, mittlere Konfidenz). Beim Thema Genotoxizitaet muss man wieder zwischen dem Oleoresin und dem destillierten Oel trennen. Kaurensaeure, ein Hauptditerpen des Oleoresins und gerade nicht des destillierten Oels, zeigte in vitro eine DNA-schaedigende und genotoxische Aktivitaet bei 30 bis 60 Mikrogramm pro Milliliter in V79-Zellen sowie eine haemolytische Wirkung bei 100 Mikromol. In-silico wurde eine akute Toxizitaet vorhergesagt (in vitro, mittlere Konfidenz). Das begruendet Vorsicht bei innerlicher Einnahme des Oleoresins. Wichtig zur Einordnung: Kommerzielles Copaiba-Oel selbst zeigte in Tiertests bei 500 bis 2000 mg pro Kilogramm keine Genotoxizitaet, ebenso wenig Augentropfen-Formulierungen mit Oleoresin. Der genotoxische Befund betrifft also die isolierte Kaurensaeure und nicht zwangslaeufig das Gesamtoel (Tier, mittlere Konfidenz).
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