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Ätherische Öle · DE

Was muss ich über Aromatherapie am Menschen: ein vielversprechendes, aber kein robustes Bild wissen?

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Was muss ich über Aromatherapie am Menschen: ein vielversprechendes, aber kein robustes Bild wissen?

Bei der klinischen Humanevidenz zur Aromatherapie, vor allem zur Inhalation, zeigt sich bei Angst und Stress über mehrere Meta-Analysen und randomisierte kontrollierte Studien ein positives Signal, teilweise sogar mit großer Effektstärke, etwa bei Krebspatientinnen und Krebspatienten. Dieses Signal ist jedoch durch erhebliche methodische Schwächen eingeschränkt: durch die Heterogenität der Studien, kleine Stichproben und eine unzureichende Verblindung. Die Evidenz ist damit vielversprechend, aber nicht als robust etabliert einzustufen. Diese Einordnung stützt sich unter anderem auf eine Netzwerk-Meta-Analyse und eine Evidenzkartierung. Eine wesentliche methodische Schwäche verdient besondere Erwähnung, weil sie den Bogen zurück zum Chemotyp-Thema schlägt: Die Studien berichten Pflanzenart, Chemotyp und Ölqualität, also die GC/MS-Analyse des verwendeten Öls, meist unvollständig oder gar nicht. Damit sind Reproduzierbarkeit und Übertragbarkeit stark eingeschränkt, denn ohne genaue chemische Charakterisierung weiß man streng genommen nicht, was überhaupt getestet wurde. Für manche Kontexte, etwa Angst in der Palliativversorgung, gibt es zudem Evidenz moderater Sicherheit für gar keinen Effekt. Ehrlich betrachtet ist die Studienlage also uneinheitlich und methodisch angreifbar.

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