Manchmal prägt die Umgebung eine Pflanze so stark, dass eine völlig andere chemische Zusammensetzung entsteht. Zwei Pflanzen können dann zu Gattung und Art übereinstimmen und sich dennoch innerhalb der Art zu unterschiedlichen Chemotypen aufspalten. Äußerlich wachsen sie gleich, doch ihre Chemie unterscheidet sich so deutlich, dass sie als eigener Chemotyp geführt werden. Ursache sind kleine Unterschiede in der DNA und darin, wie die Gene der Pflanze ausgeprägt werden, vergleichbar mit eineiigen Zwillingen, die dieselbe DNA, aber leicht verschiedene Merkmale haben. Ein klassisches Beispiel ist Basilikum (Ocimum basilicum): Der Chemotyp Linalool enthält überwiegend Linalool, während der Chemotyp Methylchavicol (Estragol) zu großen Teilen aus Methylchavicol besteht. Der Chemotyp ist relevant, weil er sowohl das Aroma als auch Sicherheitsaspekte eines Öls beeinflusst; für eine sichere Anwendung muss man also nicht nur die Art, sondern gegebenenfalls den Chemotyp kennen.
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