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Ätherische Öle · DE

Ist Muskatellersalbei, Geburt und Dammmassage wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?

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Ist Muskatellersalbei, Geburt und Dammmassage wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?

Muskatellersalbei (Clary Sage) ist ein Sonderfall, der oft falsch dargestellt wird. Traditionell gilt er als uterus-stimulierend und wird deshalb bis zur 37. Schwangerschaftswoche beziehungsweise bis zum Termin gemieden und erst zur Geburt, mit der Hebamme, eingesetzt (traditionell, mittlere Konfidenz; clarityblend.com; scienceinsights.org; evidencebasedbirth.com). Die Humanevidenz für seine wehenfördernde Wirkung ist jedoch schwach. Eine Pilotstudie mit nur 11 termingerecht Schwangeren zeigte nach 15 Minuten lediglich einen kurzen Trend zu steigendem Oxytocin, aber keine ausgelösten Uteruskontraktionen (Humanbefund, niedrige Konfidenz; Kai et al., PMC5721455). Uterotonische, also wehenanregende Öle wie Muskatellersalbei werden entsprechend nur wenige Tage vor Termin oder unter der Geburt in Absprache mit der Hebamme eingesetzt, nicht früher (traditionell, mittlere Konfidenz; aromapraxis.de; evidencebasedbirth.com). Zur Dammmassage nennt die Praxisliteratur ein hochwertiges Basisöl, etwa Mandel- oder Weizenkeimöl, mit wenigen Tropfen ätherischem Öl wie Geranie, Rose, Muskatellersalbei oder Lavendel, angewendet erst ab etwa abgeschlossener 35. Woche und in Absprache mit der Hebamme (traditionell, niedrige Konfidenz; taoasis.com; schwanger.at).

Öffentliche Quellen

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