Wie lässt sich Angst und Unruhe ohne Heilversprechen einordnen?
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TIKKI Wissensantwort
Bei aetherischen Oelen ist das mit Abstand am besten belegte Praeparat Silexan, ein standardisierter oraler Lavendeloel-Extrakt (WS 1265, 80 mg pro Tag, in Deutschland als LASEA zugelassen). In einer randomisierten, doppelblinden Studie war Silexan bei generalisierter Angststoerung Placebo signifikant ueberlegen und wirkte vergleichbar wie 20 mg Paroxetin, also einem etablierten SSRI. In der Zusammenschau von ueber fuenf doppelblinden RCTs mit rund 1200 Patienten zeigen sich stabile Effekte, teils vergleichbar mit 0,5 mg Lorazepam pro Tag. Diese Evidenz gilt ausdruecklich fuer die orale, standardisierte Kapsel. Fuer Lavendel im Diffusor oder im Massageoel ist die klinische Datenlage deutlich schwaecher, auch wenn systematische Reviews inhalative Effekte in praeoperativen und zahnaerztlichen Settings dokumentieren. Bei CBD zeigt eine Meta-Analyse aus 2024 einen signifikanten anxiolytischen Effekt mit einer Effektstaerke von Hedges g gleich minus 0,92. Diese Zahl beruht allerdings auf nur acht Studien mit insgesamt 316 Teilnehmern, was fuer eine belastbare Empfehlung wenig ist. Ein methodisch solider Einzel-RCT bei sozialer Angststoerung mit 300 mg CBD und 93 Teilnehmern ueber vier Wochen fand eine signifikante Verbesserung auf der Liebowitz Social Anxiety Scale gegenueber Placebo. Fazit fuer Angst: Silexan hat als Arzneimittel eine solide, wiederholt replizierte Datenbasis. CBD hat plausible Signale in kleinen Studien, aber keinen mit Silexan vergleichbaren Zulassungsstand. Quellen: Kasper et al., Int J Neuropsychopharmacol 2014; Silexan-Review 2025 (PMC12500767); Kayser et al. 2023; CBD-Angst-Meta-Analyse Psychiatry Res 2024 (PMC11595441).
Öffentliche Quellen
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