Welche Rolle spielen Anwendung, Dosis und Produktform bei Antimikrobielle und antivirale Wirkung?
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TIKKI Wissensantwort
Im Reagenzglas hemmt Sandelholzöl die Vermehrung der Herpes-simplex-Viren 1 und 2 dosisabhängig, stärker gegen HSV-1. Dabei tötet es die Viren nicht direkt ab und zeigte in den getesteten Konzentrationen keine Zellgiftigkeit; der IC50-Wert gegen HSV-2 lag bei etwa 0,0015 Prozent (invitro, hohe Sicherheit; Quelle: Benencia und Courreges, Phytomedicine 1999, PubMed 10374251). Gegen sogar Aciclovir-resistente klinische HSV-1-Isolate wirkte es im Labor viruzid (invitro, mittlere Sicherheit; Quelle: Schnitzler et al., Antimicrob Agents Chemother 2007, PMC1855548). beta-Santalol hemmte in vitro die Influenzavirus-Vermehrung bei 100 Mikrogramm pro Milliliter (invitro, mittlere Sicherheit; Quelle: Moy und Levenson, JCAD 2017). Breit belegt ist im Labor außerdem eine antibakterielle Wirkung, auch gegen MRSA, sowie eine pilzhemmende Wirkung gegen Dermatophyten (Trichophyton, Microsporum) und Candida. Der Mechanismus dürfte in einer Störung der Zellmembran liegen, ist aber nicht abschließend geklärt (invitro, mittlere Sicherheit; Quelle: Moy und Levenson, JCAD 2017, PMC5749697). All diese Befunde stammen aus dem Reagenzglas und lassen sich nicht ohne Weiteres auf die Anwendung am Menschen übertragen.
Öffentliche Quellen
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