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Ätherische Öle · DE

Ist Spannungskopfschmerz wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?

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Ist Spannungskopfschmerz wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?

Für den Spannungskopfschmerz gibt es eine bekannte, aber nicht ganz konsistente Evidenz. Eine zehnprozentige Pfefferminzöl-Lösung in Ethanol, äußerlich auf Stirn und Schläfen aufgetragen, reduzierte den Spannungskopfschmerz in der Original-Studiengruppe um Goebel (Kiel, 1994/1996) signifikant stärker als Placebo, bereits nach 15 Minuten, und war in ihrer Wirkung vergleichbar mit 1000 mg Paracetamol beziehungsweise Acetylsalicylsäure, bei guter Verträglichkeit. In Deutschland ist eine solche Zubereitung als Arzneimittel ab 6 Jahren zugelassen (zum Beispiel Euminz). Belegstufe: Mensch, Konfidenz hoch bis mittel (PubMed 8805113; Zeitschrift für Phytotherapie Thieme s-0037-1607119; schmerzklinik.de). Zur Ehrlichkeit gehört die Einschränkung: Eine neuere Phase-IV-RCT mit 211 Patienten (episodischer Spannungskopfschmerz) verfehlte ihren primären Endpunkt, die VPRS-Responderrate. Die sekundären Endpunkte (VAS, SPID) tendierten zugunsten von Pfefferminzöl. Die Gesamtevidenz ist also positiv, aber nicht durchgehend konsistent. Belegstufe: Mensch, Konfidenz mittel (PubMed 27106030).

Öffentliche Quellen

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