Ist Krampflösung an der Gebärmutter wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?
T
TIKKI Wissensantwort
Für die schmerzlindernde Wirkung wird eine spasmolytische, also krampflösende Wirkung auf die glatte Muskulatur der Gebärmutter angenommen, zusammen mit einer Senkung der Prostaglandin-Spiegel. Prostaglandine treiben die schmerzhaften Uteruskontraktionen an. Beim Fenchel wird dieser Effekt vor allem dem Inhaltsstoff Anethol zugeschrieben. Ehrlich eingeordnet ist dieser Mechanismus überwiegend aus präklinischen Modellen abgeleitet und am Menschen nicht mechanistisch am Uterus bewiesen (Belegstufe in vitro, Konfidenz niedrig; PMC7697926; narrative Review Foeniculum vulgare, Dove Press). Ähnlich wird für entspannende Ester wie Linalylacetat, das in Muskatellersalbei und Lavendel reichlich vorkommt, sowie für Komponenten des Majorans eine krampflösende Wirkung auf glatte Muskulatur beschrieben. Das stützt als Erklärungsmodell die Anwendung bei Uteruskrämpfen, ist aber vor allem ein Erklärungsmodell und nicht spezifisch am Uterus klinisch belegt (Belegstufe traditionell und mechanistische Herleitung, Konfidenz niedrig; Aromatherapie-Fachliteratur).
Öffentliche Quellen
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