Wie lässt sich Mögliche hormonelle Wirkung ohne Heilversprechen einordnen?
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TIKKI Wissensantwort
Ein umstrittenes Thema ist eine mögliche endokrine Wirkung. Fallberichte verbinden die wiederholte topische Anwendung von Produkten mit Lavendel- oder Teebaumöl mit vorpubertärer Gynäkomastie bei Jungen und vorzeitiger Brustentwicklung bei Mädchen, wobei sich die Veränderungen nach dem Absetzen zurückbildeten. Insgesamt wurde über etwa acht Jungen und vier Mädchen berichtet, eine sehr kleine Fallzahl. Mechanistisch gestützt wird die Hypothese durch Zellversuche, in denen Inhaltsstoffe beider Öle eine estrogene und/oder antiandrogene Aktivität zeigten. Ehrliche Einordnung: Der Zusammenhang ist umstritten, die In-vitro-Daten sind auf den Menschen nicht direkt übertragbar, und wegen begrenzter Hautpenetration und methodischer Schwächen ist die Kausalität unbestätigt. Die Confidence dieser Fallbericht-Assoziation ist niedrig (Henley et al., NEJM 2007; kritische Neubewertung PMC10769481; Endocrine Society 2018; sciencedaily.com).
Öffentliche Quellen
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