Ätherische Öle sind kein Arztersatz und kein Heilmittel. Sie können bei alltäglicher, leichter Anspannung möglicherweise ergänzend beruhigen. Bei anhaltender oder starker Reizbarkeit, wiederholten Wutausbrüchen, Aggression gegen sich oder andere, Suizidgedanken, plötzlichen Wesensveränderungen oder Verdacht auf Depression, Angststörung, prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS), hormonelle Ursachen, Demenz oder Folgen einer Kopfverletzung gehört die Ursache ärztlich oder psychotherapeutisch abgeklärt. Öle können bestenfalls milde, kurzfristige Beschwerden begleiten, sie ersetzen keine Therapie. Auch zur Evidenz muss man ehrlich sein: Direkte Humanstudien mit dem Endpunkt "Wut" sind selten. Die meisten Aromatherapie-Studien messen Angst, Stress oder allgemeine Stimmung. Die Placebo-Wirkung ist bei Duftstudien groß. Was folgt, ist deshalb eher eine sanfte Selbsthilfe für den Alltag, keine Pharmakologie.
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