Ist Sympathikus, Blutdruck und Stresshormone (Mensch) wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?
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TIKKI Wissensantwort
Eine Human-Inhalationsstudie fand, dass das Einatmen von Grapefruit-Öl in höherer Konzentration den diastolischen Blutdruck erhöhte, und zwar positiv korreliert mit der Muskel-Sympathikus-Nervenaktivität (MSNA). Das ist eine messbare Aktivierung des Sympathikus. Der Effekt war konzentrationsabhängig und nasal, also olfaktorisch vermittelt: Bei reiner Mundatmung mit verschlossener Nase trat er nicht auf (J Physiol Sci 2020, PMC6992548; Heliyon 2025 S2405-8440(25)01147-8). Interessant und etwas widersprüchlich dazu sank in derselben Untersuchung die Plasma-Cortisolkonzentration nach zehn Minuten Grapefruit-Inhalation signifikant, während Noradrenalin unverändert blieb. Das deutet auf eine gleichzeitige stress- und cortisolsenkende Komponente hin, trotz der sympathisch vermittelten Blutdruckreaktion. Dieser Cortisol-Befund stammt aus einer einzelnen Untersuchung und ist mit niedriger Sicherheit einzuordnen.
Öffentliche Quellen
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