Sternanis stammt von Illicium verum, einem immergruenen Baum aus der Familie der Schisandraceae. Verwendet werden die getrockneten, sternfoermigen Fruechte mit typischerweise sechs bis acht Balgfruechten. Das aetherische Oel wird ueberwiegend durch Wasserdampfdestillation der Fruechte gewonnen. Die wichtigsten Anbau- und Erntegebiete liegen in Suedchina (vor allem Guangxi und Guangdong) sowie in Nord-Vietnam (Provinzen Lang Son und Cao Bang). Botanisch und toxikologisch entscheidend ist die klare Abgrenzung zu Illicium anisatum, dem Japanischen Sternanis. Beide Arten sehen einander sehr aehnlich, unterscheiden sich aber grundlegend in der Chemie: I. verum ist essbar und arzneilich nutzbar, I. anisatum enthaelt das Nervengift Anisatin und ist stark toxisch. Das Europaeische Arzneibuch legt fuer Anisi stellati fructus deshalb Mindestgehalte an aetherischem Oel und trans-Anethol fest (mindestens rund 86 Prozent trans-Anethol), auch als Reinheitsnachweis zur Abgrenzung gegen I. anisatum.
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